Gebet der Pferde - Friesenhof Wieratal

Friesenhof Wieratal
Title
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Original-Fassung

Herr und Gebieter  Ich bin nur ein Pferd, oh Herr, doch brav bin ich und treu  Und willens, mein Bestes zu geben für etwas Hafer und Heu.
Dazu noch frisches Wasser und ein trockenes Bett, um zu ruh’n  Mehr ist es nicht, was ich brauche, dafür will ich alles tun, Um Dich zufriedenzustellen.
Doch reit´ mich mit sanfter Hand,  Auch wenn ich nicht gleich begreife - hab` nur einen Pferdeverstand.
Du bist mein Herr und Meister, vom Schicksal für mich erwählt,  Drum schenk mir ein gnädiges Ende, wenn meine Tage gezählt.
Wenn ich alt und schwach geworden, dann lass mich sterben dort,  Wo man sicher und schmerzlos mich tötet, und nicht an fremden Ort.
Bin allzeit ein Freund Dir gewesen und hab Dir treulich gedient,  Drum sollst Du als Freund mich behandeln, der ein würdiges Ende verdient.
Ich bitte im Namen des Heilands, ohne den kein Sperling fällt,  Der, geboren in einem Stalle, uns alle liebt und erhällt.
-Amen-


Moderne Fassung:
Gib mir zu fressen,  Gib mir zu trinken und sorg für mich.
Und wenn des Tages Arbeit getan ist,  Gib mir ein Obdach, ein sauberes Lager  Und einen nicht zu kleinen Platz im Stall.
Rede mit mir, Denn oft ersetzt mir Deine Stimme die Zügel.
Sei gut zu mir und ich werde Dir noch freudiger dienen und Dich gern haben.
Reiss nicht an den Zügeln,  Greif nicht zur Peitsche, wenn es aufwärts geht.  Schlage und stoße mich nicht,  Wenn ich Dich mißverstehe,  Sondern gib mir die Zeit Dich zu verstehen.
Halte mich nicht für ungehorsam,  Wenn ich Deinen Willen nicht erfülle,  Vielleicht sind Sattelzeug und Hufe nicht in Ordnung.
Prüfe meine Zähne, wenn ich nicht fressen mag, vielleicht tut mir ein Zahn weh,  Du weißt wie das schmerzt.
 Halftere mich nicht zu kurz und kupiere meinen Schweif nicht,  Er ist die einzige Waffe gegen Fliegen.
Und wenn es zu Ende geht, geliebter Herr,  Wenn ich Dir nicht mehr zu nutzen vermag,  Lasse mich bitte nicht hungern und frieren und verkaufe mich nicht.
Gib mich nicht an einen anderen Herrn, der mich langsam zu Tode quält und mich verhungern lässt,  Sondern sei so gut und bereite mir einen schnellen barmherzigen Tod.
Gott wird es Dir lohnen, hier und in Ewigkeit.  Lass mich dies von Dir erbitten und glaube nicht, daß es mir an Ehrfurcht gebricht,  Wenn ich es im Namen tue, der auch in einem Stall geboren ist.
-Amen-
Adresse: Friesenhof Wieratal, Familie Mäder, Wolperndorfer Ring 24, 04603 Nobitz
Telefon: 034497/78253    oder   0172/465 890 4
Fragen, Anregungen oder auch Reservierungen bitte an :           Hofstuebel@gmail.com
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